Upload von Dateien extrem langsam oder wenn mal kurz schnell, dann während Prozess wieder langsam

Nextcloud 33.0.4, Raspberry Nextcloudpi, PHP 8.3, Apache2, Fritzbox 6670 / WLAN 5Ghz

Hallo,

ich bin extremst genervt, dass ich es nicht hinbekomme, einen Upload von ca. 100 Dateien vom Handy auf die Nextcloud über das Heimnetz-WLAN in wenigen Sekunden hinzubekommen. Ich habe schon zig Anleitungen im Internet gefunden und viele Einstellungen ausprobiert. Aber, es klappt einfach nicht zuverlässig. Zuletzt ging es einmal mit 25 Bildern sehr schnell. Bei etwas mehr als 100 ging es dann schnell und nach ca. 10 Bildern gewohnt sehr langsam. Mehrere Sekunden pro Bild. Dann habe ich es einmal mit Wireguard auf dem Raspberry versucht und dann mal wieder nicht. Es klappt einfach nicht und ist zum Verzweifeln.

Ich blicke auch nicht mehr durch, welche Einstellungen dafür wirklich relevant sind. Wie geschrieben, habe ich schon zig Änderungen vorgenommen, die einfach nichts brachten. Das lief alles unter “Jugend forscht” :slight_smile:

Würde mich sehr freuen, wenn mir hierzu jemand kompetent Auskunft geben kann. Sofern hierfür noch technische Informationen benötigt werden, lasst es mich wissen.

hallo @sunshine

bitte füll doch das support template so gut wie möglich aus

Ein RPi ist keine Rakete. Du verrätst nicht einmal welcher Pi, also 4, 5. Dann ist vollkommen unklar wo der Pi die Daten speichern soll. Auf seiner SD-Card (sehr langsam) oder einer externen HDD oder SSD und wenn letzteres ob die auch USB3 kann oder nur schnarchlagsames USB2

Ich weis halt nicht immer, was genau gebraucht wird. Daher habe ich oben lediglich ein paar Angaben gemacht.

  • Raspi Pi5. Läuft alles auf einer internen SSD. Keine SD!
  • Nextcloud Server version: 33.0.4
  • Operating system and version: Armbian 26.2.1 bookworm
  • Web server and version: Apache/2.4.67 (Debian)
  • PHP version: 8.3.30
  • Is this the first time you’ve seen this error? (Yes / No): no
  • When did this problem seem to first start? long time ago

Wenn bekannt ist, wo man hier “tiefer bohren” muss, bringe ich natürlich gerne alle wichtigen Infos hier ein.

Übrigens weis ich auch nicht, ob bei mir ein Reverse Proxy läuft. Da hatte ich vor langer Zeit einmal damit “rumgespielt”.

Von daher bitte ich um Verständnis, wenn ich (noch) nicht alles Notwendige geliefert habe.

Sorry, aber :rofl:

Wenn du der Admin bist, solltest du das wissen, oder mindestens wissen, wie du das in Erfahrung bringen kannst …

Tiefer bohren würd’ ich mal mit systematischen Tests. Anfangen würd ich damit, das

  • WLAN aus dem Spiel zu nehmen also RPi per Kabel an die Fritteuse anschließen und einen PC ebenfalls mit Kabel an die Fritteuse
  • in der Konfiguration dann mal Dateien per scp in das Home-Verzeichnis eines Users auf dem RPi kopieren. Der Vorteil von scp (zumindes bei Linux-Systeme ist) dass dir scp unmittelbar während des Kopiervorgangs eine Geschwindigkeit anzeigt
  • zum Vergleich würd’ ich dann ein WebDAV-Mount auf ein Verzeichnis eines Users des Nextcloud-Servers, also nicht des RPI, nehmen und per cp dorthin die gleichen Dateien übertragen Dann kommt nämlich die SQL-Datenbank der Nextcloud ins Spiel. Mit jeder Datei die du überträgst muss die ja aktualisiert werden. Da würde ich einen merkbaren Unterschied erwarten, in der Zeit, die dafür aufgewendet werden muss, im vergleich zu dem Kopiervorgang in ein Home-Verzeichnis.
  • hast du diese Werte kannst du das WLAN wieder ins Spiel bringen
  • nur weil du ein 5Ghz WLAN hast muss das nicht schnell sein. Kann auch langsam sein, wenn du in einer Gegend wohnst, in der bereits viele 5Ghz-Netzte am Start sind und auch gerade genutzt werden

Admin sagt ja nicht unbedingt aus, dass man erfahren ist. :wink: Man darf nur alles und hofft dass man weiß, was man macht. Und ehrlich, das weis ich einfach manchmal nicht, wenn ich komplexe Anleitung befolge. Viele Chats unterstreichen meine Ansicht.

Aber nichts für ungut - ich hoffe, bei meinem Hauptproblem ne Lösung zu bekommen.

Nun, vorgeben kann ich dir die nicht. Du musst schon selbst daran arbeiten und kannst mal mit dem beginnen, was ich dir da vorgeschlagen habe, wie man sich an das Problem heran tasten kann.

Nachtrag: oder zumindest ausschließen, dass das WLAN einfach nur der Flaschenhals ist.

Meine Antwort und Dein 2. Kommentar haben sich überschnitten :grinning_face: …jetzt sehe ich diese erst…

Die Fritteuse :laughing: und der Rapsi sind stets via LAN verbunden. Also keine WLAN direkt über den Rapsi.

Habe eben 65 Bildern via drag & drop mit SCP auf meinen Home-Ordner geschmissen. Waren in null-komma-nix auf dem Raspi. Habe kurz ne Geschwindigkeit von 86M/s gesehen…das ging so schnell.

Beim Hochladen via WebDav-Mount und über meine Domain (ich denke, Du meinst damit die Nextcloud Web-Oberfläche) werden diese 65 Dateien seeeehr langsam übertragen. 284 KB/s. Öha, das ging auch schon deutlich schneller…Die Übertragung zeigt während meines Eintrages hier immer noch 6 Min. an!!! Aber das geht nun ja auch über das Internet…

Dann habe ich das Gleiche über das Heimnetz, also Zugriff auf meine Nextcloud über die Heimnetzadresse gemacht. Auch hier ging das am Anfang sehr schnell und ab ca. 1/3 des blauen Fortschrittbalkens dann wieder extrem langsam. Also der gleiche Effekt wie über das Fritzbox-WLAN per Handy im Heimnetz. Spricht das für eine Problem mit der Datenbank?

Bzgl. 5Ghz, da habe ich auch schon mit 2,4 Ghz und weiteres in der Fritteuse herumgespielt.

Habe nochmals etwas im Netz herumgestöbert und Folgendes gefunden:

Bei mir lauten die Einstellungen (in rot die Abweichungen).

Liegt es ggf. daran? Ich kenne mich hier nicht aus und möchte auch nicht rumspielen, nicht, dass meine Mühle nachher gar nicht mehr läuft. Von daher bräuchte ich einen Expertenrat.

Nein, damit meine ich nicht über die Nextcloud Web-Oberfläche. Webdav ist eine der vielen Möglichkeiten Verzeichnise direkt ins Dateisystem einzubinden. Ähnlich wie man das auch mit Windows-Freigaben (also SMB) macht.

Wenn du aus deinem LAN (egal ob WLAN oder per Kabel) auf deinen NC-Server zugreift, sollte nichts über das Internet gehen. Das Zauberwort, mit dem man verhindert, dass so etwas passiert ist Split-(Brain) DNS. Wenn man aus dem eigenen LAN oder WLAN den DNS-Namen des NC-Servers auflöst, wird dann immer eine private IPv4-Adresse zurückgegeben.

Ok, da bin ich einfach zu weit weg vom Thema…SMB kenne ich zwar und habe das angewandt, aber ich weis hier nicht, wie ich hier einen Test machen kann.

Öja, hört sich sehr technisch an. Gut, die Nextcloud auf dem Handy geht halt über meine Domain. Dazu habe ich gelesen, dass man dann die VPN des Raspi nehmen soll. Damit ging es anfangs auch schneller, aber dann wieder mit den Problem, dass es nach wenigen Dateien sehr langsam wurde…

Macht es Sinn einmal zu testen, die Nextcloud APP auf dem Handy über die IP des Heimnetzes einzurichten und dann den Upload zu versuchen?

Nein, das macht keinen Sinn, denn dein Smartphone soll ja beides können, aus dem LAN ohne Umweg über das Internet und aus dem Internet auf deinen NC-Server zugreifen können. Daher muss das Smartphone immer den FQDN (Fully Qualified Domain Name) deines NC-Servers benutzen.

Statt also am Smartphone und in der App dort herumzufummeln, musst du das DNS (Domain Name System) in deinem LAN so konfigurieren, dass es intern diesen FQDN zur privaten (lokalen) IP-Adresse des Servers oder des Proxy (sofern konfiguriert) auflöst.

Ob und wie man das jetzt im Detail mit einer Fritteuse macht kann ich dir nicht sagen, da ich keine nutze. Bei meiner pfsense sieht das so aus:


In den Host Overrides werden Hosts und deren Parent Domains definiert, bei denen der DNS der pfsense die Anfragen aus dem LAN nicht an übergeordnete DNS-Server weiterleitet sondern eben lokal beantwortet mit der IP-Adresse unter IP to return for Host beantwortet.

Ein Gerät im LAN wird also bei der Anfrage nach z.B. nextcloud.DeineDomain.xy eine dort festgelegte Ip-Adresse als Antwort erhalten. Das gleiche Gereät (z.B. ein Smartphone wird aber eine andere IP-Adresse erhalten, wenn es nicht im LAN ist sonder z.B. per Mobilfunkverbindung auf nextcloud.DeineDomain.xy zugreifen will.

Ich hoffe das Prinzip der Split-(Brain) DNS wurde dir so klar.

Das spricht für ein caching Problem. Caching sorgt machmal für ein grundsätzliches Missverständnis: caching kann Aufgaben beschleunigen, sollte aber nicht als gegeben, sondern als schöner Bonus angesehen werden.

Sprich, dein Problem ist die extrem langsame Grundperformance. Nur dank caching läuft es ab und an mal “schnell”. Chaching kann es an sehr vielen Orten geben, deine SSD, das OS, die Software.

Da wir dein Setup weder in Hardware noch in Software kennen, können wir nur raten. Grunsätzlich ist aber ein Raspi kein besonders geeigneter Nextcloud Host IMHO.

Das ist ein großes Problem, zumal der @sunshine selbst seine eigene Konfiguration nicht zu kennen scheint, z.B. nicht weiß ob da noch ein Reverse Proxy im Spiel ist oder nicht.

Nunja, als File-Server scheint er einigermaßen schnell zu sein.

Allein die Tatsache, dass beim Transfer in die Nextcloud selbst noch Einträge für die Datenbank angelegt werden müssen, kann einen so starken Einbruch bei den Geschwindigkeiten nicht erklären. Da muss es m.E. noch irgendwo Probleme in der Konfiguration geben.

Vorab schon mal vielen Dank an alle Beteiligte! Bin nun mal ein paar Tage weg und schaue mir das Ganze in Kürze nochmals in Ruhe an… :love_you_gesture: