nachdem ich erfolgreich meine Nextcloud über einen Pi hab laufen lassen möchte ich nun eine NC auf einem Proxmox Server starten.
Folgende Ideen habe ich:
Proxmox VM mit LAMP Stack (Ubuntu, Apache, MariaDB und PHP8.5)
OS soll auf lvm-local laufen (das bekomme ich hin)
Dateien sollen auf zwei 2TB Festplatten liegen
diese habe ich als ZFS bereits als RAID1 im Proxmox hängen
Wie hänge ich die an die VM an? Muss ich das gesamte Volumen (2TB) angeben oder kann ich theoretisch 500 GB angeben und 1500 GB für eine andere VM nutzen? Leider ist die Speicherverwaltung bei Proxmox noch eine Blackbox für mich.
Wie funktionieren Back-Ups mit der Konstellation?
Ich möchte die NC öffentlich machen bzw. auch von außerhalb drauf zugreifen
Entweder über einen Reverse Proxy oder einfach über Portfreigabe und DynDNS
Muss ich bei einem Reverse Proxy wie Nginx Proxy Manager noch in der VM Sicherheitsmechanismen einbauen wie Lets Encrypt oder Crowdsec?
Wie müssen die Config Dateien aussehen, damit ich meine NC erreiche?
Falls jemand hier ein paar Fragen beantworten könnte oder gute Tutorials (Carsten Rieger kenn ich bereits, nutzt aber leider nginx als Webserver) weis gerne melden.
Da du ja bisher einen RPi genutzt hast, bist du ja offensichtlich hinsichtlich Linux nicht ganz unbedarft und ohne jede Erfahrung.
Wenn du als Desktop-OS kein Linux nutzt ist QEMU / KVM nicht ganz so einsteigerfreundlich da du bei Windoof keinen Virtual Machine Manager nutzen kannst.
Der Virtual Machine Manager ist das Klicki-Bunti-Tool zur Einrichtung und Verwaltung von KVM’s unter Linux und arbeitet auch remote. Auf Mac’s soll man Homebrew oder MacPorts nutzen können, um den Virtual Machine Manager zu installieren.
Wie @adelaar schon sagte kannst du auch direkt QEMU nutzen.
Ich würde dir jetzt bei der PROXMOX Variante helfen, denn die benutze ich auch.
Im Prinzip hast du ja alles schon vorbereitet. Den Mountpunkt für die zweite Festplatte kannst du selber festlegen, an dem Punkt, an dem du eh die Festplatte angibst. Da sagst du auch wie groß sie sein soll und somit kannst du die ZFS auch in mehreren Containern und VMs nutzen.
Funktion in PROXMOX
Die ZFS ist ja nur ein “Datenspeicher”. Du schreibst deine Daten ja nicht direkt in ein Verzeichnis der Festplatte sondern in virtuelle Container, die auf der Platte strukturiert sind. Das kannst du sehen, wenn du im PVE die ZFS Platte anklickst. Da wird dir angezeigt welcher Container eine “Festplatte” darauf nutzt.
Die Installation per Bare Metal ist auch relativ unkompliziert, du musst halt nur das externe Datenverzeichnis angeben, sprich den Mountpunkt deiner ZFS.
Den Proxy würde ich persönlich per Helper Script einfach als LXC laufen lassen, das klappt sehr problemlos und die Updates sind sehr zuverlässig.
Anleitungen gibt es ja mehr als genug, eigentlich. Wenn du insgesamt nur einen Dienst nach draußen bringen willst dann brauchst du auch keinen Proxy, das ist richtig. Den nachzurüsten ist aber kein Hexenwerk.
Ich könnte dir eine Anleitung schicken, habe sie in meinem eigenen Wiki aufgeschrieben und setze danach auch immer Nextcloud Server auf. Einziger Unterschied ist, dass ich selbst für den Nextcloud Server eine LXC nutze.
1.1 Ich verwende das LVM nur für das Linux System. Die Daten LVs habe ich entfernt.
1.2.2 Erstelle ein Storage in Proxmox mit deinem ZFS / RAID1.
Dann kannst Du für die VM oder LXC einen 500 GB Daten Bereich erstellen.
Zu 3: Du ertstellst ein weiteres weiteres Proxmox-Storage sinnsollerweise nicht auf den selben HDs und machst dorthin das Backup.
Zu 3.1 Reverse Proxy ist sinnvoll.
3.2 Der Reverse Proxy ausserhalb der VM ist sinnsoll, damit kannst Du mehrere Nextcloud Instanzen oder andere Software bedienen. Der Proxy macht dann auch die TLS Terminierung.
3.3 Hängt davon ab.
Mir bekannt. Aber wenn man QEMU / KVM auf einem Headless-Server oder Server ohne GUI nutzt und keinen Linux-Client mit GUI hat, kann man das nicht in einem graphischen Tool (also Klicki-Bunti) administrieren.
Für Leute die nur Windows-Workstations haben und alles per Maus zusammen klicken wollen, ist das dann suboptimal und Proxmox tatsächlich die bessere Wahl.
OT: Hey, jetzt sei doch nicht immer so böse zu uns wir mögen halt unsere Haustiere . Nein ernsthaft, ich muss sagen, ich finde PROXMOX VE schon sehr hilfreich, auch wenn ich es über ohne GUI auch bewerkstelligen könnte. Aber als Server Variante find ich es schon sehr gelungen, es nimmt einem viel Arbeit ab
Unter Windows könnte man den Virtual Machine Manager über WSL verwenden. Also quasi eine VM mit einem Linux-Desktop starten, um dann von dieser VM aus die VMs auf dem Headless-Linux-Hypervisor zu verwalten.
Wenn man die VMs lieber über ein WebUI direkt auf dem Hypervisor verwaltet, statt mit einem Desktop-Client, wäre Cockpit vielleicht noch eine Option: https://cockpit-project.org/.
Oder man nutzt einfach Proxmox, das insgesamt doch einiges mehr bietet, z. B. integrierte Backups, ZFS usw. Selbstverständlich bietet es auch Commandline-Tools, wenn man sich damit wohler fühlt, sowie eine API.
Mit ein bisschen Google-Recherche und den richtigen Anhaltspunkten habe ichs jetzt erstmal geschafft die Festplatten einzuhängen und das ZFS zu verteilen. In Nextcloud hatte ich zunächst noch einen Fehler in der Zuordnung aber das hat sich auch erledigt.
Was jetzt noch fehlt bei mir ist den Proxy richtig einzustellen, damit ich auch die NC erreiche. Da probier ich mich grade bei NPM (wirkt wie der traditionsreichste RP und recht einfach) und Zoraxy (hauptsächlich wegen der guten Quickstart Anleitungen) aus.
Über die Anleitung aus deinem Wiki wäre ich dir tatsächlich sehr dankbar!