SelbstverstĂ€ndilch können die Dinger von FritzBox, Speedport, Xyxel etc. DynDNS und Firewall rules, nur die QualitĂ€t hĂ€lt sich extrem begrenzt. Wenn man nur die Ports 80, 443, 22, 25, 465, 143, 993 per Button ein- oder ausschalten kann, NAT und Forwarding eingeschrĂ€nkt sind, ist das wenig dienlich. SSH sollte auch eigene definierte Ports auĂer 22 können. Man sollte eigene Regeln mittels Cli definieren können.
So sind das zahllose Einfallstore fĂŒr Cyberaktacken, vor allem weil die Leute glauben âJetzt habe ich eine gute Firewall - eine Fritbox! - und ich bin abgesichertâ. Mitnichten, die Defaultwerte sind bekannt und aushebelbar.
Das ist der eine Aspekt, der andere viel Wichtigere ist fĂŒr mich, dass man mit den Dinger nur das machen, was der Hersteller meint erlauben zu mĂŒssen und das ist wahrlich zu wenig.
Das DynDNS ist auch blödsinnig, vor allem weil man hier abhĂ€ngig von einem dritten Dienstleister wird, der zudem den Traffic, der ĂŒber diesen bereitgestellten Service lĂ€uft mit verfolgen kann. Man holt sich sozusagen Dritte mit ins so scheinbar sichere Netzwerk.
Da wĂ€re es sicherer 2 EUR monatlich fĂŒr eine feste IP-Adresse zu zahlen, dann akzeptiert das LetâsEncrypt auch schon wieder.
Aber ich finde den gesamten Ansatz blödsinnig, denn wie bereits erwĂ€hnt wird SSL zur VerschlĂŒsselung des Traffics benötigt und das Zertifikat dazu, dass die andere Seite weiĂ, das ist vertrauenswĂŒrdig. Das beides ist in einem privaten Netzwerk, wo nur bekannte Leute zu greifen beides witzlos.
Ohnehin gehört eine Cloudapplikation wie Nextcloud ins Internet, wo dann alle von ĂŒberall diesen Service nutzen können, anstelle von GoogleDrive, DropBox, Facebook etc.. Dann funktioniert auch LetâsEncrypt wieder und dies Fragen stellen sich gar nicht.
DafĂŒr gibt Managed Server und sogar besser dezidierte Rootserver in Rechenzentren.
Dann braucht man auch kein DynDNS mehr, oder man baut es sich selber mit einem eigenen DNS-Server wie BIND9.
Ich meine solche Dinge sollte man sich vom Experten aufsetzen lassen. Denn zu glauben nur weil man eine Fritzbox hat und mit seinen Rechnern ins Internet kommt, ist alles Weitere ganz leicht nachgebaut, das ist ein fataler Trugschluss.
Zum Thema Firewall empfehle ich jedem, sich erst einmal am besten von ChatGPT erklĂ€ren zu lassen âWie funktioniert eine Firewall wie iptables?â. Da wird sehr schnell erklĂ€rt, dass die Kaufrouter mit Modem und Firewall eben nicht bieten können.
| Kriterium |
iptables (Linux) |
Fritzbox / Zyxel / Speedport |
| FeingranularitÀt |
Sehr hoch (Port, Protokoll, IP, Interface) |
Eher begrenzt (Standarddienste & Ports) |
| Regelanzahl |
Beliebig viele Regeln |
Stark begrenzt, meist GUI-basiert |
| Protokolltiefe |
Zugriff auf Layer 3â4 |
Meist nur Port- & IP-Filter |
| Logging / Analyse |
Fein konfigurierbar (LOG-Ziele) |
Minimal, oft nur grobes Logging |
| Skripting / Automatisierung |
VollstĂ€ndig ĂŒber Shell & Scripte steuerbar |
Keine oder sehr eingeschrÀnkt |
| Zustandsbehandlung |
Stateful Firewall (Conntrack) |
Ja, aber nicht einsehbar oder steuerbar |
| Erweiterbarkeit |
Module, eigene Chains etc. |
Nein, proprietÀres geschlossenes System |
| NAT / Portweiterleitung |
Sehr flexibel |
Meist GUI-basiert, einfache Weiterleitung |
| VPN-UnterstĂŒtzung |
VollstÀndig selbst einrichtbar |
Nur vorgegebene Protokolle (z. B. IPSec) |
Also ich kann nur noch einmal empfehlen, wenn ich so was umsetzen will, mich erst einmal breit in die Thematiken einzuarbeiten.