Hardware für Homeoffice Nextcloud Server

Hallo,

ich nutze derzeit einen knapp 10 Jahre alten Lenovo Thinkcentre Desktop Rechner als NC Server:

  • 2GB RAM
  • SSD fürs System
  • 4TB HDD für Daten
  • Backup via USB2 auf externe Platten.

Die Leistung reicht wundersamerweise meist aus (nur 2-3 User…), ich überlege trotzdem eine etwas neuere Maschine hintzstellen um zB USB2, mehr RAM und eine schnellere CPU zu bekommen.

Ein wichtiger Punkt sind Stromkosten, ich möchte keine Serverhardware hinstellen die dann auch ohne Last hunderte Watt verbrät.

Meine Idee:
Einen etwas neueren Desktop Rechner gebraucht kaufen, zB
Lenovo ThinkCentre M93p i5 3,2GHz 8GB RAM
(unter 200eur bei eBay), und wieder mit SSD/4TB HDD ausstatten.

Gibt es noch andere Varianten, zB neue (Home Server…) Hardware die noch stromsparender ist und eine ähnliche Leistung hat?
Oder ist es sinnvoll einen Rechner neu zu kaufen, weil vielleicht neue CPUs viel besser sind oä?

danke,

lg Thomas

Sollange es unter 10 Nutzer bleibt habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem Raspberry Pi gemacht. Die aktuelle Version des Pi mit 4GB RAM und dazu eine günstige USB 3.0 Festplatte - evtl zwei für ein RAID 1 - und du bist mit max 200 € dabei. Bei Vollast messe ich bei meinem Pi um die 12 Watt Leistungsaufnahme, dazu kommt natürlich noch der Verbrauch der externen Platte, welche zumeist ein eigenes Netzteil benötigen. Das ganze gewinnt keinen Schönheitswettbewerb ist für das Homeoffice absolut funktional.

Wäre natürlich interessant nach 3 Jahren (!!!) mal zu erfahren, was @thomas10 sich besorgt hat.

Sehr gut finde ich im übrigen die Videos von Apfelcast. Hier vielleicht ein Beispiel. Es gibt aber auch Anleitungen und Ausstattungen für andere Hardware wie z. B. NAS-Systeme.

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Das und die HDD dürfte das Hauptproblem sein beim genannten Rechner des OP. Mit einer SSD und 4GB oder besser 8GB wenn man Collabora oder OnlyOffice nutzen möchte, dürfte eigentlich jeder Desktop, Small Form Factor PC oder auch Intel NUC oder ähnlicher Rechner der letzten 10 Jahre ausreichend sein für 2-3 User. Jenachdem auch für mehr…

Mit dem Raspi habe ich keine Erfahrung. Dürfte aber in vielen Fällen auch reichen. Der Vorteil von einem Mini PC ist halt, dass der in einem Gehäuse kommt, in das man in der Regel auch gleich noch eine oder mehrere SSDs mit einbauen kann. Solche Gehäuse gibt es aber natürlich auch für den Raspi.

Die Ansprüche an OnlyOffice sind hierbei wohl weit geringer als an Collabora Online, da OnlyOffice die Verarbeitung ziemlich stark auf den Client auslagert. Dafür hat Collabora Online natürlich andere Vorteile.

Ein weiterer Vorteil ist, dass eine Intel- und keine Arm-CPU enthalten ist.

Jup. Wobei was Apps für die Nextcloud betrifft, bis auf wenige Ausnahmen, mittlerweile alles laufen sollte. Soviel ich weiss auch Collabora. Bei Onlyoffice bin ich nicht sicher und ich meine mal noch über eine andere poluläre App hier gelesen zu haben, die nur x86 unterstützt. Man sollte sich auf jeden Fall vorher informieren was alles läuft und was nicht. Wenn man 100% sicher sein will, dass alles läuft, und man trotzdem nicht unnötig Strom verbrennen möchte, am besten etwas mit einer sparsamen x86 CPU nutzen.

Ich nutze einen ThinkCentre M92 Tiny mit 16GB RAM und einer 1 TB SSD als Homeserver (Windows 10) mit einer Univention VM, die u.a. Nextcloud und Collabora Online Develeopment Edition (CODE) enthält. Backups erfolgen alle 3 Tage auf eine USB-HDD. Die VM hat 8GB RAM zugewiesen bekommen.

Der Vorteil ist, dass ich vor Updates einen Snapshot der VM setzen und diesen wiederherstellen kann, wenn es zu Fehlern und Problemen kommt.