Hallo Forum,
kann ich den in der Netxcloud App irgendwo einstellen, das nur die Dateien synchronisiert werden, die in z. B. innerhalb der letzten 30 Tage genutzt wurden?
Kann die Nextcloud bei Linux bzw. Windows vollständig im Hintergrund laufen und ich nur
über webdav mit den Dateien arbeite?
Direkt geht das denke ich nicht, aber über einen Umweg und mit Linux schon.
Mit find und dessen Optionen (z.B. find ~ -type f -mtime +14) würde alle Dateien im home-Verzeinis finden, die älter als 14 Tagen sind.
Wenn du nun die Ausgabe in eine Datei <FILENAME> umleitest, dann kannst du mit rsync -uva --exclude-from=<FILENAME> /path/to/source /path/to/destination Dateien die neuer als 14 Tage sind auf ein Webdav-Ziel synchronisieren, denn die, die älter sind stehen ja in der --exclude-from=<FILENAME> und werden daher ignoriert.
Natürlich geht das auch remote per ssh, mit rsync -uvae ssh und testen geht mit rsync -uvane oder rsync -uvan, denn -n simuliert nur was passieren würde, wenn das -n fehlt.
Noch ein Nachtrag:
Die --exclude-from=<FILENAME> benötigt ein spezielles Format.
- Datei1.txt
- Datei2.txt
(...)
also vor dem Dateinamen muss ein - (Minus und Leerzeichen) stehen. Aber das lässt sich ja blitzschnell mit Suchen und Ersetzen eines beliebigen Editors wie Nano erledigen.
Kannst Du die Idee mit rclone etwas näher erläutern?
rclone in Verbindung webdav?
Welche GUI meinst Du?
Hintergrund meines Wunsches:
Ich möchte nur die aktuell bearbeiteten Datein verfügbar haben,
das heißt das Device mit möglichst wenig Speicherplatz belasten.
Wenn du WebDAV-Mounts nutzt, brauchst du den Client theoretisch überhaupt nicht. Und ja die funktionieren unter Linux problemlos. Unter Windows weiss ich nicht, wie der aktuelle Stand ist, ging aber zumindest früher (Windows 10) noch. Dafür muss der Computer aber natürlich online sein, sprich Verbindung zum Nextcloud Server haben.
Also unter Windows gibt es ja Virtual Files, um Speicherplatz zu sparen. Offline verfügbar sind dann aber natürlich nur Dateien, die du auch schon einmal am Computer genutzt hast oder zumindest manuell heruntergeladen bzw. lokal verfügbar gemacht hast (geht auch ordnerweise, soweit ich weiss), nicht bei solchen, die nur im WebUI benutzt wurden und am PC nie angerührt wurden.
So gesehen macht es also so etwas wie „nur die aktuellsten Dateien” vorhalten, aber eben besser. Es synchronisiert nämlich nicht einfach nur stur alle Dateien aus einem bestimmten Zeitraum, sondern effektiv diejenigen, die du auch nutzt.
Unter Linux wird Virtual Files nicht offiziell unterstützt, du kannst es aber aktivieren bzw. eine einfachere Version davon, die mit Platzhalterdateien arbeitet.