NextcloudPi auf RPI mit Trixie installieren

Moin,

ich hab hier einen Pi5 mit einer nvme Platte. Da wĂŒrde ich gerne NextcloudPi drauf installieren. Jetzt gab es ja eine neue Version die Trixie unterstĂŒtzt. Allerdings steht in den Release notes folgendes:

This release does not have downloadable images due to unsolved issues with the build system. Please download an earlier version and upgrade from there (run ‘ncp-update’).

Die Àlteren Versionen lassen sich aber doch nicht auf Trixie installieren, wenn ich das richtig in Erinnerung habe?

Heißt das entweder warte ich auf einen neuen Release oder installiere Bookworm neu um dann alles upzugraden?

So wie ich das sehe, befindet sich die UnterstĂŒtzung fĂŒr Debian 13 (Trixie) in NextcloudPi weiterhin in der Entwicklung.

Wenn du jetzt schon frisch auf Trixie installieren willst, empfiehlt sich eine manuelle Installation als klassischer LAMP-, LEMP- oder LEPP-Stack (Linux, Apache/Nginx, MariaDB/PostgreSQL, PHP) direkt unter Debian 13.

Eine Anleitung, die auf jeden Fall (mit geringen Anpassungen) auch mit Trixie funktioniert ist Nextcloud auf Ubuntu Server 24.04 LTS mit nginx, MariaDB/PostgreSQL, PHP, Let’s Encrypt, Redis und Fail2ban

Warum nicht die nvme als boot device einrichten?
Schau mal:
Raspberry Pi 5 NVMe SSD einrichten – M.2 HAT+ & Benchmarks (2025)
Mit image 1.57.x flashen,
server aktivieren,
Passworte Àndern, ssh einrichten,
Erster Testboot,
per ssh einloggen.
Software updaten,
ncp updaten,
dist-updaten,
Booten,
nc updaten,
server vollstÀndig konfigurieren.
So mein Vorschlag, ohne es selber gemacht zu haben.

Die nvme ist das boot device. Nur ist das bereits Trixie installiert.

LĂ€ĂŸt sich doch alles Ă€ndern.
Die Entscheidung fĂŒr NextcloudPi beinhaltet auch den Verlust etwaiger Daten auf dem boot device, im Falle der Installation durch flachen des boot devices - Link siehe oben - , eigentlich die “Standard”-Methode sofort einsichtig, die andere Methode durch Install-Sripte geht von vornherein von einem minimalen server aus, also NextcloudPi ist von sich aus fĂŒr keine parallel Installation gedacht, man kann daran rum fummeln, verliert dann aber den Charme von NextcloudPi, der doch immer noch darin besteht, eine brauchbare Nextcloud Instanz in kĂŒrzester Zeit zu erhalten, so man bereit ist seine einschrĂ€nkenden Bedingungenn zu akzeptieren.

Dann kannst du dir doch einfach eine beliebige Anleitung suchen, wie man Nextcloud-Server unter Trixie installiert. Das muss nicht die von mir oben verlinkte sein.

Die habe ich aber schon genutzt unter Trixie und soweit ich mich erinnere musste ich nur die Versionsnummer von PHP anpassen, denn Ubuntu 24.04 und Debian Trixie verwenden in der Paketverwaltung unterschiedliche PHP-Versionen.

Hab von den ganzen Kommandos halt echt keine Ahnung. Da sehen die NCP Anleitungen halt leichter aus :smiley: Das kann man dann mehr oder weniger Schritt fĂŒr Schritt in die Kommandozeile kopieren (ubunto und raspios unterscheiden sich da nicht?) und am Ende sollte es laufen?

Das ist doch völlig normal, am Anfang ist alles schwer, aber wenn man die Zeit aufbringen will, zu lernen, dann schafft man doch einiges. Mit dem raspi und ein paar sd Karten bist du doch schon fĂŒr die meisten Experimente gerĂŒstet. Also warum nicht mit dem kleinsten desktop raspios anfangen?

Ein paar kleine Unterschiede gibt es natĂŒrlich schon. Wie ich schon erwĂ€hnte enthalten die Paketverwaltungen der Distributionen z.B. unterschiedliche Versionen von PHP. An anderer Unterschied ist sudo. Bei Debian Server ist sudo nicht out of the box installiert, anders als bei Ubuntu und raspios.

Gegenfrage: warum sollte man ein Desktop OS wÀhlen, wenn man einen Nextcloud Server haben will?
NatĂŒrlich wĂ€hlt man da immer die Server-Variante des Betriebssystems der Wahl, damit man nicht den ganzen Desktop-Ballast mitschleppen muss, der den NC-Server am Ende nur unnötig ausbremsen wird.

Da hast Du natĂŒrlich Recht, wenn Du die Frage nach der Installation von NextcloudPi stellst.
Es ist aber meine nicht völlig haltlose Unterstellung, daß AnfĂ€nger doch eher eine grafische OberflĂ€che bevorzugen und erst im Laufe der Zeit die Segnungen der Kommandozeile schĂ€tzen lernen. Bis dahin haben sie mit Browser, Editor, Imager usw, alles wie gewohnt an der Hand und ein Terminalfenster, welches Ihnen in kurzer Zeit zum unentbehrlichen Spielgrund wird.

NextcloudPi hat ja sowohl ein TUI als auch eine WeboberflÀche, um das System zu verwalten.

Und warum braucht man ĂŒberhaupt einen Browser auf dem Server? Man verbindet sich ja ohnehin remote von seinem PC aus mit dem Server, und auf dem PC hat man normalerweise ja einen Browser. Außer natĂŒrlich, man hĂ€ngt den Server direkt an den Bildschirm und schaltet dann stĂ€ndig zwischen den Systemen hin und her, quasi wie bei einem KVM. :wink:

Das einzige Argument, das ich noch halbwegs nachvollziehen könnte, wÀre, wenn man direkt auf dem Server mit einem grafischen Editor irgendwelche Konfigurationsdateien bearbeiten möchte. Aber auch das lÀsst sich remote erledigen, wenn es denn unbedingt sein muss auch grafisch, z. B. mit VS Code/VSCodium und einem SSH-Plugin. Mit NextcloudPi sollte das aber in der Regel gar nicht nötig sein.

Im Gegenteil: Bei Appliances wie NextcloudPi wĂŒrde ich möglichst wenig direkt am darunterliegenden System herumzubasteln. Solche manuellen Änderungen schaffen in der Regel mehr Probleme, als sie lösen, und können bei Updates auch zu unerwarteten Problemen fĂŒhren.

Und auch mit den eigentlichen Dateien, die man in Nextcloud hostet, sollte man möglichst nicht direkt auf Dateisystemebene herumhantieren. Gerade eine grafische OberflĂ€che auf dem Server verleitet meiner Meinung nach eher dazu, solche Dinge direkt dort zu erledigen, obwohl man sie eigentlich ĂŒber Nextcloud verwalten sollte. :wink:

Ja sicher; wir haben dem Threadersteller nun ein schönes Meinungsspektrum geliefert, soviel zum Wort; und nun zur Tat, er feiert hoffentlich schon die ersten Erfolge und scheut sich nicht, davon zu berichten. Uns “hilfreichen” Geistern empfehle ich derweil - Stube durchlĂŒften - Weitermachen". Herzliche GrĂŒĂŸe :smiley:

selbst dann wĂ€hlt man kein Desktop OS. Die meisten Desktop OS installieren einem dann auf einem Server vollkommen ĂŒberflĂŒssigen Ballast wie LibreOffice gleich mit.

Will man unbedingt eine grafische OberflÀche haben, installiert man auf dem ServerOS nachtrÀglich einen leichten Fenster-Manager wie openbox, lxde oder xfce4 von Hand zusammen mit lightdm (den greeter nicht vergessen). Die Links verweisen zwar auf Ubuntu, aber die dort beschriebene Vorgehensweise trifft im Prinzip auch auf debian und raspios zu.

Ich möchte aber hinzufĂŒgen, dass ich es vom Prinzip her genau wie @bb77 sehe und der Meinung bin, dass ein Nextcloud-Server keine grafische OberflĂ€che haben sollte.

Moin,

erstmal danke an alle die sich hier einbringen. Ein paar Kommandos kann ich durch meinen Pi-Hole schon. Aber eigentlich beschrÀnkt sich das wirklich auf das grundlegendste, ansonsten bin ich da beim Mac auf dem GUI unterwegs :smiley:

Angefangen hab ich noch nicht, fehlt entweder die Zeit gerade oder der Schlaf. Hoffe komme die Tage mal in Ruhe dazu. Bin mir auch fast sicher das ich dann noch die ein oder andere Frage haben werde :wink:

P.S.

Auf dem Raspi5 lÀuft Rasperry Pi OS lite.

Da das OS des Mac auf Unix / BSD basiert, daher werden im Terminal des Mac wie auch deines Pi im Grunde dieselben Standardbefehle genutzt. Das ist schon mal ein Vorteil gegenĂŒber Windows-Nutzern, die sich da umgewöhnen mĂŒssen. Lediglich bei den Optionen (Flags) gibt es mitunter leichte Unterschiede. Einige Befehle nutzen unter macOS eine andere Programm-Basis (BSD- statt GNU-Varianten). Daher reagieren manche Befehle bei bestimmten Flags auf dem Mac und unter Linux unterschiedlich.

Damit will ich dir verdeutlichen, dass das was du nun fĂŒr den RPi lernst zu 99% auch fĂŒr den Mac lernst und daher spĂ€ter die Maus des Mac auch mal links liegen lassen und den Terminal des Mac nutzen kannst.

This thread: upgrade to Trixie

is my experience starting out with a Pi 5 with an NVME drive, running NextCloudPi on Bookworm. This was set up using the NextCloudPi image with that OS and the software. There were various issues with the upgrade to Trixie. With a lot of help they are all cleared up and the system works fine.

Presumably you could start with an installation of Trixie and then add all the bits and pieces to make NextCloudPi work (mariadb, apache, etc). That process will have its own difficulties.

Good luck!

Moin,

wollte jetzt mal los legen, aber scheitere schon am Anfang -.-

Wenn ich die Pakete installieren will kommt:

Fehler: Paket libmagickcore-6.q16-6-extra kann nicht gefunden werden.

Fehler: Mittels des Musters »libmagickcore-6.q16-6-extra« konnte kein Paket gefunden werden.

Wie bekomm ich das Paket denn jetzt, sofern es das fĂŒr RaspiOS denn gibt?

Das Paket libmagickcore-6.q16-6-extra ist in Debian 13 (Trixie) nicht mehr verfĂŒgbar und wurde durch libmagickcore-7.q16-10-extra ersetzt

Ein

sudo apt update
apt search libmagickcore

hÀtte es dir gezeigt.

sudo apt install libmagickcore-7.q16-10-extra

Ist also stattdessen zu installieren. Das kann dir natĂŒrlich auch noch bei der Installation von weiteren Paketen, allen voran PHP passieren, wenn in Trixie eine andere Version als in Ubuntu oder einer frĂŒheren Version von Debian (wie Bookworm) verwendet wird.

Ja, musste noch ein zwei Sachen anpassen. Bin jetzt bei "Anlegen des ersten virtuellen Hosts fĂŒr den Webserver (HTTP-Gateway)" aber da gibt es ein Problem. Habe die Datei angelegt, aber mit nginx -t kommt folgende Meldung:

[emerg] 24924#24924: a duplicate default server for 0.0.0.0:80 in /etc/nginx/sites-enabled/default:22

nginx: configuration file /etc/nginx/nginx.conf test failed

Hast du auf dem GerÀt bereits einen Webserver konfiguriert? Ein Verzeichnis

/etc/nginx/sites-enabled/

sollte es nicht geben, wenn der Server neu aufgesetzt wurde. Zeig mal als
!!!Vorformatierter Text!!! die vollstÀndige Ausgabe von

ls -la /etc/nginx/sites-enabled/ und

cat /etc/nginx/sites-enabled/default

Nachtrag: Lies bitte auch How To Fix Nginx “Duplicate Default Server” Error?