Gute AnsÀtze, aber viele Fehler und fehlende Funktionen

Ich bin auf der Suche meine Synology abzulösen, da ich das alles gerne online machen möchte.
Als Idee habe ich an Nextcloud gedacht.

Wichtig:

  • Ablage aller meiner Daten
  • Notizen erstellen
  • Office Dokumente bearbeiten
  • E-Mail Konten abrufen und bearbeiten/beantworten
  • Kalender
  • Passwörter verwalten

Also außer das Ablegen von Daten, ist alles andere leider nicht zu vergleichen mit der Konkurrenz, leider. ich habe den Verdacht, man versucht eine Eierlegende Vollmilchsau zu machen, die fast alles kann, aber nicht wirklich richtig :frowning:
Es gibt sogar Probleme Kontakte zu löschen, die angelgt wurden weil man eine Mail geschrieben hat. Man hat keine Berechtigungen diese zu löschen, nicht einmal als Admin. Wenn nicht der Verfasser und gleichzeitig Admin das darf, wer dann bitte ?


Notizen erstellen:
Das ist irgendwie nicht wirklich zu gebrauchen. Irgendwie mittig beim Aufruf so ein billiger Editor eingebaut, der auch mehr schlecht als recht funktioniert (kann gerne viele Beispiele nennen wenn gewĂŒnscht).
Wo ist eine App dafĂŒr wo ich meine Notizen auf dem Handy oder Pad bearbeiten kann, habe keine gefunden ? Schaut euch das Note von Synology an.

Office Dokumente bearbeiten:
Na ja, man wirbt wie verrĂŒckt mit der Integration von Office in NC23 und das funktioniert noch nicht einmal. So viele BeitrĂ€ge wo es noch Fehler gibt oder ĂŒberhaupt nicht zum laufen zu bekommen ist.
Und warum App Installationen, das nennen ich nicht Integration, das ist ein Future was man installieren kann, oder auch nicht. Hier ist die Office Anbindung etwas besser, aber auch nicht perfekt.

E-Mail Konten abrufen und bearbeiten/beantworten:
Das ist eine reine Katastrophe und ĂŒberhaupt nicht zu nutzen. Beim versuch Mails zu öffnen, oder auch wenn man in den Ordnern hin und her springt, muss immer wieder neu geladen werden, keine Ahnung was der Mail Client da macht. Ich habe das GefĂŒhl, das er immer erstmal neu Versucht die Mailserver abzurufen bevor er die Mails anzeigt die er schon lange abgerufen hat.
Mal hin und her switchen ist so gut wie ĂŒberhaupt nicht möglich. Und wenn man 2 oder 3 Mail Konten eingebunden hat, ist es eh vorbei, kann man ĂŒberhaupt nicht nutzen.
Und ganz wichtig, wo ist die App mit der ich die Mails dann abrufen, oder bearbeiten kann?
Der Sinn fĂŒr mich, ist es gewesen, alles zentral zu sammeln, und auch unterwegs dann zu lesen/bearbeiten.
Sonst kann ich alles wie vorher auf den Mobilen GerÀten einrichten und brauche dann auch nicht mehr die Mail Funktion von NC.

Passwörter verwalten:
Auch hier muss noch viel gemacht werden. Sehr umstĂ€ndlich wenn man fĂŒr eine neue Seite ein neue Konto erstellen möchte, dann ĂŒber die Edge App ein Passwort generiert. Aber wie bekommt man das dann in den Manager ĂŒber die App, ich habe das gefĂŒhl es ist nur lesend und muss dann im Nachgang direkt in NC gemacht werden. Auch nach nachtrĂ€gliche bearbeiten kann wohl nur in NC direkt, was auch sehr umstĂ€ndlich ist, warum nicht direkt in der App (Habe nur die Edge APP getestet). Schaut euch Bitwarden an, die haben es wirklich perfekt umgesetzt.

Ich wĂŒrde gerne NC nutzen wollen und mein Synology los werden, aber nur aus dem Grund da ich gerne reisen möchte und da meinen NAS nicht immer mit schleppen kann und möchte.
Ich brauche eine Lösung wo ich an alle meine Daten online dran komme und auch bearbeiten kann. Leider kommt N

  • Bei welchen Anbieter? Was fĂŒr ein Server? v-server, shared, root, usw. Oder Lokal?
    vServer (6 Kerne, 16 GB RAM)

  • Betriebssystem sowie Version ALLER beteiligten Systeme
    Ubuntu 20.4

  • Nextcloud Version?
    23

  • PHP Version?
    7,4

  • Welche Datenbank? MySql,Engine X (Nginx),MariaDB usw

    MySQL

Ich nutze es seit einiger Zeit und bin relativ zufrieden. Es gibt in der Tat viele unvollendete Funktionionen. Collabora Integration lĂ€uft bei mir sehr gut (tradizionelle Variante mit extra Docker Container), zu Passwörtern kann ich nichts sagen, bei Notizen, Mail und Kontakten stimme ich dir zu. Ich finde die ModularitĂ€t und die Möglichkeit die Funktionen die man braucht ĂŒber zusĂ€tzliche Apps zu aktivieren eigentlich sehr gut - es gibt sehr viele Benutzer, die nur Files verwenden und keine weiteren Funktionen wollen/brauchen
 ich bin ebenfalls unzufrieden damit dass viele Apps halbgar sind - ich wĂŒnschte mir weniger dafĂŒr stabile und vollstĂ€ndige Funktionen.

Ich habe meine Notizen auf Joplin migriert - es ist sehr leistungsfĂ€hig - ich wĂŒrde aber davon abraten die Daten auf der NC abzulegen, das mĂŒllt die “Activity” völlig zu, ein separater Joplin Server Container funktioniert neben der NC Installation tadellos
 fĂŒr Mail habe ich die Rainloop App installiert - das ist quasi nicht integriert, funktioniert aber deutlich besser als die Mail App von Nextcloud
 Kalender und Kontakte kann man durchaus in der NC speichern, ich wĂŒrde aber externe Programme wie Thunderbird oder Outlook (mit Plugin) fĂŒr die Verwaltung nutzen - die vorhandenen Web Clients sind sehr rudimentĂ€r
 Damit wĂ€ren deine Anforderungen bis auf Passwörter recht gut abgedeckt


Ich glaube bei Nextcloud ist der Gedanke seine Daten selbst unter Kontrolle zu haben sehr stark und viele Benutzer bisher bereit sind Nachteile in der Funkton zu akzeptieren
 es wĂŒrde mich aber schon interessieren wie die Benutzer der Nextcloud Leuchtturmprojekte wie Bundescloud zufrieden sind und welche Funktionen sie wie verwenden
 Ich glaube dort kommt es eher auf harte Fakts an, und Usability deutlich höheren Stellenwert als bei den Fans in der Community hat.

Unter dem Strich bleibt aber nur eines zu sagen: wenn du mit dem Produkt unzufrieden bist nutze das nicht
 und suche etwas was dich anspricht. oder packe mit an und helfe dieses Produkt besser zu machen.

Danke fĂŒr deine ausfĂŒhrliche Antwort. Deine Umsetzung sind sicher perfekt fĂŒr dich, genau wie meine ich ich derzeit habe. Im Moment habe ich fast alles mit Synology umgesetzt, egal ob Bilder, Kalender oder Mail. Dinge wie AdGuard und Bitwarden als Passwortmanager habe ich auch auf dem NAS mit Docker umgesetzt, genauso wie Teamspeak Server oder Jira.

Eigentlich habe ich schon das perfekte System. Leider ist es so wie oben beschrieben, ich benötige etwas online, da ich den NAS leider nicht mit auf reisen nehmen kann, oder den extra bei jemanden stehen lassen möchte wo dann Internet nicht funktioniert, oder was auch immer.

NC hat hier schon sehr gute AnsĂ€tze, besonders mit den Filer, wofĂŒr das ganze ja eigentlich ja auch gedacht ist, ist super, wenn nicht sogar perfekt umgesetzt, da kommt mein NAS ĂŒberhaupt nicht mit, also nicht so komfortabel.

Auch Talk finde ich wirklich Super umgesetzt, was auch fĂŒr NC spricht wenn man es nutzen möchte, das gibt es kaum so gut, außer bei Teams.

Aber wie man sieht, möchten die NC Entwickler vieles in eine Plattform bringen, was ich wirklich super finde, und auch genau so suche, daher gebe ich nicht auf und teste es immer wieder.

Doch wenn man zum Beispiel mit der Integration von Office so groß wirbt , weswegen ich die NC 23 unbedingt auch wieder testen wollte, diese Funktion aber nicht wirklich funktioniert.
Und man dafĂŒr auch noch 2 Apps installieren muss um die nur im Ansatz nutzen zu können, frage ich mich, wo ist da die Integration ?

Ich möchte an der Stelle nicht nur meckern, viele Dinge, wie auch Kalender und Termine etc. sind auch gut umgesetzt. Aber vielleicht sollte man erstmal die Grundfunktionen gut umsetzen, und sich dann an die Erweiterungen machen.

Grundfunktionen fĂŒr eine Share Applikation:

  • Upload & Download von Dateien
  • VerschlĂŒsselung dieser
  • Ablaufdatum / automatisches löschen
  • Berechtigungen fĂŒr Dateien / Verzeichnisse fĂŒr lokale Benutzer
  • Vorschau der abgelegten Dateien (bei Videos wird mir ĂŒberhaupt nichts angezeigt)
  • Lokales öffnen von Dateien direkt in der NC (PDF, Office, Bilder etc.)
  • Gemeinsames arbeiten an den Dateien
  • Zippen & Entzippen

Das eine oder andere wurde ja umgesetzt, andere Funktionen mit APPs von anderen Anwendern.
Doch finde ich, das dies Grundfunktionen sind fĂŒr eine Art Sharefile und mit den Ideen gemeinsam hier auch dran arbeiten zu können.

WÀren diese "Grundfunktionen schon in Version 1 enthalten, hÀtte man sich spÀtestens ab Version 3 mit neuen Dingen beschÀftigen können.
So hat man das GefĂŒhl, es wurde versucht so viel wie möglich gleichzeitig zu integrieren, teils auch nur halb, und ist jetzt seit 23 Versionen dabei die Probleme zu Flicken.
Und nicht nur das, man nimmt noch weitere Funktionen dazu, ohne das die anderen ĂŒberhaupt richtig funktionieren.

Die Idee finde ich toll, alle in einem, wirklich toll und Konkurrenzlos. Leider lĂ€sst die Umsetzung etwas zu wĂŒnschen ĂŒbrig.
Gerne wĂŒrde ich das Produkt mit verbessern, allerdings habe ich hier eher das GefĂŒhl das die Philosophy ist, schnell viele Funktionen zu integrieren um viele Nutzer zu bekommen, und nicht das man wirklich ein gutes und stabiles Produkt bringen möchte.

FĂŒr die guten Funktionen verlĂ€sst man sich dann auf die Community und deren Apps.
Das finde ich sehr schade.

Ich bin in einem IT Unternehmen in der Applikationsbetreuung tÀtig seit ca. 20 Jahren, da hat man vieles gesehen und von sehr vielen Herstellern. Ich versuche es nur objektiv zu bewerten und möchte noch einmal sagen, NC selber ist schon eine gute Idee mit tollen AnsÀtzen, hier fehlt es nur sehr an QM, denn das wird meines Erachtens nicht, oder kaum betrieben.

hallo Micha, meiune Lösung ist bei weitem nicht perfekt und das habe ich mE auch deutlich kommuniziert. Ich wĂŒnschte mir durchaus Nextcloud wĂŒrde meine Anfroderungen direkt und ohne zusĂ€tzliche Software vollstĂ€ndig abdecken. Ich habe fĂŒr meine Anforderungen Lösungen gesucht und gefunden, die fĂŒr mich gut funktionieren.

das machst du, aber ich finde das nicht negativ: kostruktive und begrĂŒndete Kritik ist mE nicht weniger gut als ein bug report. in der OSS Szene verstehen viele Kritik als Beleidigung und reagieren mir Abweisung in der Art “mach es besser und erstelle eine Pull Request”


Zu der Sache:

  • Upload & Download von Dateien
    – funktiuoniert mE sehr gut
  • VerschlĂŒsselung dieser
  • Ablaufdatum / automatisches löschen
    – funktioniert fĂŒr Freigaben problemlos - bei Dateien fĂ€nde ich das problematisch
  • Berechtigungen fĂŒr Dateien / Verzeichnisse fĂŒr lokale Benutzer
    – funktiuoniert mE sehr gut
  • Vorschau der abgelegten Dateien (bei Videos wird mir ĂŒberhaupt nichts angezeigt)
    – ist bei mir kein Problem fĂŒr Audio, Video und Musik (auch als Docker auf einem x86 Qnap NAS)
  • Lokales öffnen von Dateien direkt in der NC (PDF, Office, Bilder etc.)
    – funktioniert (fĂŒr Office nutze ich Collabora als Docker)
  • Gemeinsames arbeiten an den Dateien
    – funktioniert mit Collabora

Die Anforderungen sind sicher sehr unterschiedlich, deswegen finde ich den modularen Ansatz mit Apps, die man nach Bedarf installiert sehr gut. Der Startaufwand ist damit höher, Ich finde es ist besser sich am Anfang intensiver mit dem System zu beschĂ€ftigen und einzelne Funktionen besusst zu aktivieren als sich spĂ€ter dauaernd ĂŒber unnötigen Ballast zu Ă€rgern


Ich verstehe die Nextcloud GmbH dass sie in erster Linie Geld verdienen und die Mitarbeiter bezahlen muss und damit Funktionen integriert, die am Markt gefragt sind, und vor allem im aktuellen Umfeld zB in Vergleich mit Microsoft regelmĂ€ssige Updates notwendig sind um bei den Entscheidern “auf dem Schirm” zu bleiben. andereseits ist es schwer sogar “Grundfunktionen” zu definieren - ich vermute du wirst nicht mal hier im Forum konsens finden was ein must ist und was optional
 Aber ich stimme dir voll und ganz zu die Freigabe zu schnell erfolgt und unausgereifte Funktionen beim Kunden landen.

Als System Engineer mit 20 Jahren Erfahrung sehe ich das in etwa auch so
 nur dass ich ein System gebaut habe mit dem ich relativ zufrieden bin, meine Daten unter Kontrolle behalten kann, recht hohen Komfort habe und versuche Andere zu unterstĂŒtzen und zu “bekehren”.

Im Prinzip finde ich es sogar besser wenn es nicht auf Anhieb funktioniert und der Anwender/Admin die Chance hat sich mit dem System auseinanderzusetzen statt beim ersten Problem vor unlösbaren Aufgaben zu stehen


Nachtrag: ebventuell wĂŒrde dich Nextcloud AiO ansprechen - das sollte NC23 mit Office “one-click” funktionsfĂ€hig machen. Ich persönlich wĂŒrde eine vernĂŒnftige Anleitung mit mehreren “richtigen” Docker Containern im Sinne der ModularitĂ€t bevorzugen, aber da sich wir wieder bei dem Punkt - es gibt viele Ansichten


@michach

nun, wie du beschreibst, ist die GrundfunktionalitĂ€t von NC durchaus funktionabel. Die zusĂ€tzlichen Integrationen per App-Anbindung zu lösen, ist mE ein guter Ansatz, denn nicht jede/r User möchte mehr als die genannten Grundfunktionen einbinden, es wĂ€re schlicht unnötig und wĂŒrde auf kleinen Rechnern (Raspberry & Co) die Performance einschrĂ€nken (nicht jede/r hat Rechenpower ohne Ende).
Ja, es gibt noch Verbesserungsbedarf, sicher. Aber: wo gibt es das nicht? Kleinweich beispielsweise hat erst unlĂ€ngst und vollkommen ĂŒberraschend eine ganz neue Betriebssystemversion veröffentlicht und das, obwohl verkĂŒndet wurde, dass V10 die letzte Version jemals sei (und selbst die wurde jedes halbe Jahr grundaktualsiert).

Ich verstehe dein Problem allerdings nicht ganz. Deine Synology lĂ€uft offenbar und macht dich glĂŒcklich. Und fĂŒr das von dir gewollte Feature der PortabilitĂ€t deiner Daten fĂŒr den Fall dass du mal unterwegs sein solltest (mE bietet das SynOS genau diese FunktionalitĂ€t nativ an), wĂ€hl dich doch einfach per VPN ins Heimnetz ein
 und schwupp - hast du eine funktionierende Lösung.

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Es ist halt nicht so einfach, eine Eierlegende Wollmilchsau zu machen, die alles perfekt kann. Aber man versucht es, weil viele Leute, genau so eine eierlegende Wollmilchsau haben wollen. Und dazu zÀhlst du auch, wenn ich mir deine bescheidenen Anforderungen an das Produkt ansehe. :wink:

Die Nextcloud GmbH hat einen Bruchteil des Budgets und der Manpower, welche eine Firma wie Synology fĂŒr die Entwicklung ihrer DSM-Software zur VerfĂŒgung hat. Von den Budgets, die Microsoft oder Google zur VerfĂŒgung haben, um Produkte wie Google Workspace oder M365 zu entwickeln, reden wir am besten gar nicht. Wenn man das mal in Relation setzt, grenzt es imho schon fast an ein Wunder, wie gut Nextcloud funktioniert. Und ja, manchmal gibt es wirklich Bugs, bei denen man sich fragt, wie die unbemerkt bleiben konnten. Da hĂ€tte man vor dem Release einfach mal eine halbe Stunde investieren mĂŒssen, um eine VM zu starten, einen LAMP Stack aufsetzten und dann das eigene ZIP bevor man es hochlĂ€dt mal darauf entpacken. Dann hĂ€tte man nach 5 min gemerkt, dass der integrierte Collabora / Nextcloud Office Server schlicht und ergreifend nicht funktioniert :wink: Solche Probleme kann man aber relativ einfach umgehen, indem man einfach die zweitletzte Version nutzt, und erst auf eine neue Major Version aktualisiert, wenn mindestens das erste Point Release verfĂŒgbar ist.

Zu den Apps und dem “auslagern” an die Community. Hier wiedersprichst du dir imho. Du kannst dich nicht einerseits darĂŒber auslassen, dass man (zu) viele Funktionen auf einmal entwickelt und keine davon richtig funktioniert, und dich gleichzeitig darĂŒber beschweren, dass man ein modulares System mit Apps verwendet und gewisse Dinge durch die Community entwickeln lĂ€sst. Ich gebe dir aber recht, dass wenn eine App den Status “offiziell” trĂ€gt, man auch ein Minimum an QualitĂ€tskontrolle durchfĂŒhren sollte. Aber grundsĂ€tzlich ist dieses modulare System fĂŒr mich einer der Hauptvorteile von Nextcloud. Ich brauche z.B. kein Dashboard und ich bin auch kein Fan von irgendwelchen Recommanditions, die mich ablenken,. Bildschirmplatz verschwenden und meistens sowieso gerade nicht das anzeigen, was ich gerade brauche. Oder ich nutze z.B. bereits eine selbstgheostete Bitwarden Instanz und brauche keinen Passwortmanager in Nextcloud.

Ansonsten gibt es natĂŒrlich immer Verbesserungspotential. Ich bin da aber klar der Meinung, dass die Core Developer sich auf Files, Kalender, Kontakte, Office, Mail, Talk und evtl. noch auf Notizen und ein simples Wiki konsentrieren sollten. Diese Dinge sind schon jedes fĂŒr sich mehr als anspruchsvoll genug. Den Rest kann man auch seperat hosten oder halt via 3rd Party Apps in Nextcloud, mit den bekannten “Risiken”.

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Stimme ich weitgehend zu


wenn das alle machen wird der .1 Release zum .0 und man hat unter dem Strich nichts gewonnen


frei nach dem Motto: Pick any two: Good, Fast, or Cheap
 wenn “Cheap” (=Bruchteil des Budgets/Manpower) gesetzt ist wĂ€re die Wahl fĂŒr mich einfach
 Ich hoffe Nextcloud wird von allein oder durch ihre grossen Kunden die Entwicklung etwas konservativer und stabiler vorantreiben!


aber es ist immer einfach von aussen RatschlÀge zu erteilen :stuck_out_tongue:

Hallo bb77,

ja, du hast recht, ich wĂŒnsche mir natĂŒrlich Eierlegende Wollmilchsau, ich stimme dir hier total zu.
Doch muss dies ja nicht alles gleichzeitig passieren. Dann doch lieber eine Funktion nach der anderen, die dann aber wirklich getestet sind und auch funktionieren.

Ich bin da auch deiner Meinung, dass die Core Developer sich auf Files, Kalender, Kontakte, Office, Mail, Talk und evtl. noch auf Notizen und ein simples Wiki konzentrieren sollten.

Es ist natĂŒrlich nicht alles schlecht, vielleicht wurde ich falsch verstanden, das mit den Files, Freigaben etc. ist wirklich super gelöst, genau deswegen NC.
Funktionen wie Entpacken und VerschlĂŒsselung sind vielleicht kein Muss, aber sicher oft genutzt, auch wenn nur durch Apps. Solche OnTop Dinge hĂ€tte man ja in 23 Versionen einbauen können.
So ein Zipper ist schnell geschrieben und es gibt fertige Bibliotheken :wink:

Die Kalenderfunktion gibt es fĂŒr mich persönlich nichts zu meckern und auch der Import von .ics Dateien funktioniert bei mir.

Kontakte hat noch Bugs, wie zum Beispiel ein automatisch erstellter Kontakt der angelegt wird wenn man an einen unbekannten Kontakt eine Mail schreibt. Man kann den Kontakt dann weder Ändern noch löschen, warum auch immer. Oder habe nur ich das Problem ?

Office, na ja, das Thema hatten wir ja schon. Das ist fĂŒr mich total unbegreiflich, vielleicht liegt es daran das ich hier schreibe. Man kann es doch nicht so groß anpreisen, von Integration reden, es dann aber ĂŒberhaupt nicht funktioniert.
Und noch einmal, eine Installation von zwei Apps, die nötig sind um Office nutzen zu können, nennen ich nicht eine einfache Integration, vor allem gibt es nicht einmal wirklich eine Anleitung wie man Office denn ĂŒberhaupt zum laufen bekommt, oder keine die man sofort auf anhieb als “normaler” User findet.
Kann aber natĂŒrlich auch an mir liegen, das wĂŒrde ich auch nicht bezweifeln :smiley:
Vielleicht kann mir jemand einen offiziellen Link dazu schicken, wĂŒrde ich mich freuen.

Talk, eine wirklich unglaublich super tolle Funktion, einfach genial gelöst und kann durchaus verwendet werden. Hier ein sehr sehr großes Plus.
Man merkt aber auch, dass der Fokus der Entwickler genau hier drauf gewesen ist, ich vermute, und das ist nur eine Vermutung, um in der schweren Zeit mit auf Boot zu springen und Anwender per Remote Support geben können und und oder PrÀsentationen zu zeigen.
Hier möchte man wohl als Konkurrenz mit Teams mithalten :wink:

Mit der Mail Funktion wĂ€re das ganze als eine Eierlegende Wollmilchsau fĂŒr mich eine echt runde Sache, doch diese Funktion ist nach meiner Ansicht ĂŒberhaupt nicht zu gebrauchen.
Da fragt man sich wirklich, hat dies jemand ĂŒberhaupt mal wirklich getestet ?
Ein Postfach per IMAP einbinden ist eine Sache, damit zu arbeiten, eine andere.

Ich hoffe sehr das der Fokus auch noch auf diese Dinge gelegt wird, auch wenn es normal nicht wirklich Funktionen sind die solch eine Sharefile Lösung bieten mĂŒsste.

Es ist wirklich schon total viel an Funktionen die man hier mehr oder weniger integriert hat, wirklich super. Nur schade das man halt den Eindruck hat als wĂ€ren die einfach nur mal eben eingebaut um diese zu haben und um viele damit GlĂŒcklich machen zu könne.

Wenn diese Dinge aber nicht richtig funktionieren, dann vergrault man doch eher ide Leute, oder ?

Derzeit habe ich auch alles per Docker etc. gelöst, meine Hoffnung ist noch immer NC :slight_smile:

Du kannst die contactsinteractions app auch deaktivieren. Damit sollten die Probleme mit der Kontakte App sich verflĂŒchtigen :wink:

Ich will nichts sagen aber es gibt durchaus Installationen wo es von Anfang an funktioniert hat. Z.B. mit Nextcloud AIO lÀuft es out of the box :wink:

Ich kann dir ebenfalls nur empfehlen mal Rainloop auszuprobieren. Funktioniert bei mir problemlos.

Entpacken und Einpacken sollte doch möglich sein:
https://apps.nextcloud.com/apps/extract
https://apps.nextcloud.com/apps/files_zip

Und auch Möglichkeiten zur VerschlĂŒsselung gibt es einige:

Ich sage nicht, dass alles perfekt ist. Ich sage nur, dass man es unter dem Gesichtspunkt anschauen muss, dass Nextcloud komplett ohne EinschrĂ€nkungen kostenlos allen zur VerfĂŒgung gestellt wird. Zwei Releses pro Jahr wĂŒrden aber reichen imho, und ein bisschen mehr testen vor einem Release, wĂ€re sicher nicht verkehrt. Die groben Bugs sind aber in der Regel nach dem ersten Point Release behoben. Und am ersten Tag auf eine neue Major Version zu aktualisieren ist auch bei vielen komerziellen Produkten keine gute Idee. Wir reden hier von einem komplexen Server Produkt mit vielen “moving parts” und nicht von Candy Crush oder irgendwelchen Handy Apps :wink: Kein vernĂŒnftiger System Admin in einer grossen Firma kĂ€me z.B. auf die Idee SharePoint einfach mal so auf eine neue Major Version zu aktualisieren, ohne vorher ausgibg getestet zu haben.

Mail nutze ich nicht. Zu umstĂ€ndlich in der Bedienung, schlechte Performance bei grossen Ordnern usw
 Habe eine seperate Roundcube Instanz fĂŒr Webmail, teste aber Nextcloud Mail immer mal wieder, und es hat sich stark verbessert in letzter Zeit. Als reiner CardDAV Server fĂŒr die Kontakte Synchronisation (auch in Verbindung mit Roundcube) funktioniert Nextcloud aber gut. Übehaupt nutze ich Nextcloud sowieso eher als Server Backend (CalDAV, CardDAV, WebDAV, Bookmarks), um meine GerĂ€te zu synchronisieren und arbeite selten wirklich lĂ€ngere Zeit im WebUI der Nextcloud.

Eigentlich sollte es einfach laufen, wenn man die zwei Apps unter “App-Pakete” installiert und das tut es normalerweise auch. Dass es das bei einer “cleanen” Neuinstallation von Nextcloud 23 nicht tut ist ein Bug und ja das ist nicht gut, da sind wir uns einig.

Ein “normaler” User betreibt keine Server und macht diese aus dem Internet verfĂŒgbar. So etwas wie Nextcloud zu betreiben ist schon etwas komplexer als MS Office auf einem Windows PC zu installieren. (und schon das machen viele nicht selbst :wink: ) Nextcloud und die Community darum herum, macht aber imho einen guten Job, es fĂŒr ein breiteres Publikum zugĂ€nglich zu machen. Stichwort: Snap Package oder Nextcloud-AIO.

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@michach
In Teilen möchte ich dir zustimmen. Es wÀre bestimmt mal angebracht ein neues Release nur mit Fehlerbehebungen und ohne neue Features rauszuhauen. Vielleicht liest ja jemand von der Nextcloud GmbH und andere EntscheidungstrÀger mit.

Aber ohne dir zu nahe treten zu wollen, ist deine Installation vielleicht nicht perfekt. Vielleicht solltest du dir einfach mal ein paar kostenlose Nextcloud-Accounts anlegen wie z. B. bei hosting.de, cloud.tab.digital oder auch operationtulip.com um nur einige zu nennen. Alle kannst du genauso schnell löschen wie anlegen. Auch kannst du mal try.nextcloud.com ausprobieren. Was da lÀuft und bei dir nicht ist eher ein Fehler bei deiner Installation.

Nachtrag:
Generell ist das eigene Hosting von Nextcloud ein gewisses Risiko was z. B. Backup/Restore angeht. Das sollte man immer beachten. Unter UmstĂ€nden ist Nextcloud-Hosting im Internet zumindestens fĂŒr Teile der eigenen Daten sinnvoller. Und gutes Hosting kostet am Ende auch ein paar Euro im Monat.

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Jup. Aber Backup ist immer und ĂŒberall ein wunder Punkt. Egal ob mit rein lokalen Daten auf dem eigenen PC/Laptop, einem selbst betriebenen NAS / Cloud Server, aber auch mit Daten, die auf externen Diensten, wie z.B. einer gehosteten Nextcloud gespeichert sind. Alle Daten die nur an einem Ort gespeichert sind, sind grundsĂ€tzlich “at risk”. Und Synchronisation erhöht nur die VerfĂŒgbarkeit, nicht aber die Datensicherheit. Auch bei einem extern gehosteteten Diensten, sollte man also immer noch ein lokales Backup der Daten haben. Und nochmal! Damit meine ich meine ich ein Backup der synchronisierten Daten auf einem seperaten GerĂ€t, wie einem NAS oder einer externenen USB-Disk. Der Sync Ordner auf dem PC zĂ€hlt nicht als Backup!

@bb77
NatĂŒrlich hast du recht. Und das Thema Backup/Restore wird bestimmt vor allen bei privat gehosteten Nextclouds gerne unterschĂ€tzt. Wer macht wirklich regelmĂ€ĂŸige Backups und wer fĂŒhrt wirklich auch mal testweise ein Restore durch? (Backup, Restore) Ist ja bald Weihnachten und man hat viel Zeit. :wink: Es geht immerhin um wirklich wichtige Daten und Datenstrukturen.

Das Risiko sehe ich aber auch, dass man es gar nicht wieder ans laufen bekommt. Auch könnte aus irgendwelchen GrĂŒnden ein Upgrade auf eine Version immer scheitern. Dann ist der Frust hoch. Nextcloud ist eben nicht nur eine Datenablage, sondern eine komplexe Collaboration-Software.

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Ja. Das ist ein guter Punkt. Wenn man den Dienst selber hostet, muss man nicht nur die eigentlichen Daten backupen, sondern zusĂ€tzlich noch eine Backup/Recovery Strategie fĂŒr die Infrastruktur selbst haben. Vorallem, wenn der Dienst auch noch durch Freunde oder Familie genutzt wird. Ansonsten sind die schneller wieder bei Google und MS als man Nextcloud sagen kann und wenn man dann evtl. noch Daten verloren hat, wird das gemeinsame Weihnachtsfest warscheinlich eher nicht so lustig
 :wink:

Noch mal einen Ansatz fĂŒr @michach
Nextcloud bietet die Möglichkeit External Storage einzubinden. So kann damit auch ein anderes (altes und gutes) NAS eingebunden werden.

Man kann die Vorteile von Nextcloud (Teilen) aber auch die Vorteile des NAS (Speichern, Backup) nutzen. Auch kann man die Speicherbereiche kombinieren. Selbst das Teilen von Dateien und Ordnern des externen Speichers (NAS) ist möglich. DafĂŒr gibt es irgendwo eine Sicherheitseinstellung.

Auch sollte man mit Nextcloud vielleicht nicht alles wollen. Alleine das Teilen von Dateien ist doch schon eine wirklich gute Anwendung.

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Das!

@michach
Versuche nicht gleich alles von Google oder MS, dem Synology oder was auch immer du momentan fĂŒr eine Lösung hast auf die Nextcloud umzuziehen. Installiere dir Nextcloud, lade zuerst wenige, eher unwichtige Daten darauf, werde damit vertraut. Wenn du dich vertrauter damit fĂŒhlst, fĂ€ngst du an weitere Daten wie Kontakte und Kalender zu migrieren usw usw.

Ich habe damals mit OwnCloud auf einem Webhosting angefangen und lange Zeit nur etwas damit herumgespielt und es nur dazu genutzt Daten mit anderen Leuten zu teilen. Dann habe ich mir mal das App auf dem Handy installiert und die Kontakte und und den Kalender testweise gesyncht. Als ich festgestellt habe, dass das gut funktioniert, habe ich mir gedacht, ich will meine eigene Instanz und habe es zuhause auf meinem NAS installiert. Dann stellte sich auch die Frage der Backups. Manuelle oder gescriptete Backups der Datenbank und der Daten funktionierten zwar, waren aber fĂŒr mich umstĂ€ndlich zu handhaben. Auch war die Performance auf dem damaligen NAS (Atom Prozessor) eher solala. Collabora gab es damals noch nicht als integrierte App. Es gab nur den Docker Container oder Linux Pakete von Liber Office Online, was auf dem Webhosting und spĂ€ter auf meinem schwachbrĂŒstigen NAS aber keine Option war. Also neue Hardware gekauft und Proxmox installiert.

Mittlerweile lĂ€uft die Nextcloud schon seit einiger Zeit in einer Proxmox VM mit ZFS Snapshots der ganzen VM, einem nĂ€chtlichen Backup der gesammten VM auf einen mittlerweile ebenfalls leistungsfĂ€higern NAS Server. ZusĂ€tlich lĂ€uft auf dem NAS noch jede Nacht ein Rsync Job, der die Dateien. die auf der Nextcloud liegen backupt, um im Falle eines Falles eine einzelne Datei wiederherstellen zu können. Datenbankbackup mache ich auch noch einmal die Woche, habe ich aber noch nie gbraucht, da ich vor kritischen Aktionen immer einen Snapshot der VM mache, und wenn etwas schief lĂ€uft, gehe ich einfach zurĂŒck. Aber auch dieses System ist noch nicht perfekt und ich bin momentan am ĂŒberlegen wie ich es weiter optimieren kann


Momentan teste ich den Proxmox Backup Server, um dann inkrementelle VM Backups machen zu können. PBS erlaubt auch Dateissystemzugriff auf die gebackupten VMs, was hoffentlich den separaten Rsync Job ĂŒberflĂŒssig macht. Ein weiteres Möglichkeit, um Backups zu vereinfachen, wĂ€re Shared Storage fĂŒr die VM zu verwenden, das wĂŒrde aber min. 10Gbit Ethernet und einen Storage Server mit “all Flash” vorausetzten. (naja zumindest bei meinen AnsprĂŒchen :wink: ) “Somwhere along the way” kam dann natĂŒrlich auch die Frage nach Offsite-Backups auf. Offsite backupe ich momentan aber nur die eigentlichen Dateien (Rclone des Rsyncs Backups nach Backblaze) plus einen unregelmĂ€ssigen manuellen Export der Kalender/Kontakte. Auch da gibt es es also noch Optimierungspotential.

Was Collabora betrifft, nutze ich bis heute den Docker Container (zwischendurch hatte ich mal noch fĂŒr eine Weile auf Onlyoffice gewechselt). Der separate Container ist einfach performanter, und er funktioniert btw auch mit Nextcloud 23, auf welches ich aber meine produktive Instanz frĂŒhestens nach dem ersten Point Release aktualisieren werde.

Lange und ausschweifende Geschichte. Mein Punkt ist aber relativ einfach:

“Selfhosting” ist ein dauernder Prozess. Wenn man von Anfang an zuviel auf einmal will, wird man entĂ€uscht werden. Mache einen Schritt nach dem anderen und wenn du dich mit etwas vertraut genug fĂŒhlst, gehe das NĂ€chste Thema an. So hast du immer wieder Erfolgserlebnisse und stehst nicht vor einer Wand von EntĂ€uschungen. :slight_smile:

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